Andreas WILDE


What is beyond the river?

Power, Authority, and Social Order in Transoxania 18th-19th Centuries



ISBN 978-3-7001-7866-8
Print Edition
ISBN 978-3-7001-8037-1
Online Edition
Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse 877 
Veröffentlichungen zur Iranistik  80 
2016,  3 Bände mit insgesamt 1101 Seiten, 22,5x15cm, broschiert
€  120,–   

Andreas Wilde
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Orientalistik / Lehrstuhl für Iranistik in Bamberg.


Dieses Werk untersucht die Dialektik von Macht, Herrschaft und sozialer Ordnung in der Region Mā Warāʾ al-Nahr aus einer intrinsischen Perspektive. Die Studie basiert auf einem reichen Korpus bucharischer Primärquellen und stellt ein Stück Grundlagenforschung dar, indem es geschichtswissenschaftliche Methoden mit soziologischen Ansätzen verbindet. Das vorliegende Narrativ beginnt mit den Mongolen und Abu‘l-Khairiden und zieht sich zunächst bis ins 18. Jahrhundert und zu den späten Tuqay-Timuriden, einer Zeit, als das existierende räumlich-administrative Machtgebilde zusehends in ein Setting von usbekischen Kleinfürstentümern, tribalen Machtzentren und „Stadtstaaten“ zerfiel. Die Entwicklung findet ihren Höhepunkt mit der Konsolidierung der Dynastie der Manghiten und der kolonialen Durchdringung im 19. Jahrhundert. Der Autor erzählt die Geschichte der den zentralasiatischen Reitervölkern eigenen Weltsichten und Herrschaftspraktiken zunächst aus der Vogelperspektive. Der dynastische Fokus wird später zugunsten der Lokalgeschichte von Orten wie Nūr, Shahr-i Sabz, Tirmidh, Ḥiṣār und anderen aufgegeben, die oftmals außerhalb des tuqay-timuridischen und manghitischen Machtraumes standen und von konkurrierenden militärischen, religiösen und militärischen Netzwerken beherrscht wurden. Ein großer Teil des Buches widmet sich der semantischen Ebene der von den Chronisten verwendeten Sprache und analysiert Schlüsseltermini wie Gunst, Loyalität und Gehorsam. Letztere manifestieren sich in Patronage und Schlichtungsmechanismen sowie in der Verteilung von Geschenken. Das abschließende Kapitel basiert auf Archivdokumenten des Koshbegi-Archivs und gipfelt in einer Reihe von Mikrostudien mit Fokus auf abgelegenen Dörfern und Bewässerungssystemen. Mit dem relationalen Machtansatz trägt das Buch zum Verständnis der für die soziale Integration ausschlaggebenden Faktoren bei. Darüber hinaus verleiht es der Debatte um Macht- und Herrschaftskonzept unter Historikern und Sozialwissenschaftlern neue Impulse.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, Fax +43-1-515 81/DW 3400
https://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

This book investigates the dialectics of power and social order in eighteenth and nineteenth-century Mā Warāʾ al-Nahr from an intrinsic perspective. Relying on a rich corpus of Bukharan primary sources, the study is a work of fundamental research that combines established traditions of social historical research and approaches borrowed from the social sciences. The resulting narrative stretches from the Mongols and Abu’l-Khairids to the eighteenth century and the late Tuqay-Timurids, when the established spatial-administrative framework crumbled into an archipelago of petty Uzbek principalities, chiefdoms and “city states,” continuing with the Manghits and finishing in the late nineteenth century with the colonial penetration. While beginning with a conventional bird’s-eye view of steppe society worldviews and established patterns of authority, the author soon abandons the sole dynastic focus and comes up with a range of local histories. The reader will be acquainted with places like Nūr, Shahr-i Sabz, Tirmidh, Ḥiṣār and other areas, which, having been dominated by competing military, religious and economic networks, remained partly outside the sphere of Tuqay-Timurid and later on Manghit authority. A large part of the book addresses the language employed in the chronicles by highlighting the semantics of key terms such as favor, loyalty or obedience. Those concepts are manifest in practices like patronage, mediation and gift exchange. Based on the materials of the Koshbegi Archive, the final part culminates in a range of micro-level studies of various socio-political domains in faraway villages and canal systems. Inspired by relational ideas of power, the analysis enhances our understanding of the factors that were decisive for social interaction in that period. Moreover, it gives fresh impulses to the debate on concepts of power and authority among historians and social scientists.

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Andreas Wilde
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Orientalistik / Lehrstuhl für Iranistik in Bamberg.

Dieses Werk untersucht die Dialektik von Macht, Herrschaft und sozialer Ordnung in der Region Mā Warāʾ al-Nahr aus einer intrinsischen Perspektive. Die Studie basiert auf einem reichen Korpus bucharischer Primärquellen und stellt ein Stück Grundlagenforschung dar, indem es geschichtswissenschaftliche Methoden mit soziologischen Ansätzen verbindet. Das vorliegende Narrativ beginnt mit den Mongolen und Abu‘l-Khairiden und zieht sich zunächst bis ins 18. Jahrhundert und zu den späten Tuqay-Timuriden, einer Zeit, als das existierende räumlich-administrative Machtgebilde zusehends in ein Setting von usbekischen Kleinfürstentümern, tribalen Machtzentren und „Stadtstaaten“ zerfiel. Die Entwicklung findet ihren Höhepunkt mit der Konsolidierung der Dynastie der Manghiten und der kolonialen Durchdringung im 19. Jahrhundert. Der Autor erzählt die Geschichte der den zentralasiatischen Reitervölkern eigenen Weltsichten und Herrschaftspraktiken zunächst aus der Vogelperspektive. Der dynastische Fokus wird später zugunsten der Lokalgeschichte von Orten wie Nūr, Shahr-i Sabz, Tirmidh, Ḥiṣār und anderen aufgegeben, die oftmals außerhalb des tuqay-timuridischen und manghitischen Machtraumes standen und von konkurrierenden militärischen, religiösen und militärischen Netzwerken beherrscht wurden. Ein großer Teil des Buches widmet sich der semantischen Ebene der von den Chronisten verwendeten Sprache und analysiert Schlüsseltermini wie Gunst, Loyalität und Gehorsam. Letztere manifestieren sich in Patronage und Schlichtungsmechanismen sowie in der Verteilung von Geschenken. Das abschließende Kapitel basiert auf Archivdokumenten des Koshbegi-Archivs und gipfelt in einer Reihe von Mikrostudien mit Fokus auf abgelegenen Dörfern und Bewässerungssystemen. Mit dem relationalen Machtansatz trägt das Buch zum Verständnis der für die soziale Integration ausschlaggebenden Faktoren bei. Darüber hinaus verleiht es der Debatte um Macht- und Herrschaftskonzept unter Historikern und Sozialwissenschaftlern neue Impulse.

This book investigates the dialectics of power and social order in eighteenth and nineteenth-century Mā Warāʾ al-Nahr from an intrinsic perspective. Relying on a rich corpus of Bukharan primary sources, the study is a work of fundamental research that combines established traditions of social historical research and approaches borrowed from the social sciences. The resulting narrative stretches from the Mongols and Abu’l-Khairids to the eighteenth century and the late Tuqay-Timurids, when the established spatial-administrative framework crumbled into an archipelago of petty Uzbek principalities, chiefdoms and “city states,” continuing with the Manghits and finishing in the late nineteenth century with the colonial penetration. While beginning with a conventional bird’s-eye view of steppe society worldviews and established patterns of authority, the author soon abandons the sole dynastic focus and comes up with a range of local histories. The reader will be acquainted with places like Nūr, Shahr-i Sabz, Tirmidh, Ḥiṣār and other areas, which, having been dominated by competing military, religious and economic networks, remained partly outside the sphere of Tuqay-Timurid and later on Manghit authority. A large part of the book addresses the language employed in the chronicles by highlighting the semantics of key terms such as favor, loyalty or obedience. Those concepts are manifest in practices like patronage, mediation and gift exchange. Based on the materials of the Koshbegi Archive, the final part culminates in a range of micro-level studies of various socio-political domains in faraway villages and canal systems. Inspired by relational ideas of power, the analysis enhances our understanding of the factors that were decisive for social interaction in that period. Moreover, it gives fresh impulses to the debate on concepts of power and authority among historians and social scientists.



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